Drei Jahre leben und lernen im Wald

Die Schüler und Schülerinnen sind während der Schulzeit in einem Camp im Wald in der Gemeinde Dautphetal (Hessen) untergebracht. Es leben immer sechs Jugendliche in kleinen Wohneinheiten mit eigenem Bad und Toilette zusammen.
Unterrichtet wird in der Natur oder im Hauptgebäude, wo auch das gemeinsame Leben stattfindet.

Das Leben in der Gemeinschaft

Die 30 Jugendlichen leben und organisieren ihren Alltag im Waldcamp gemeinsam mit den Erwachsenen. 
Es wir gemeinsam gekocht und die Gebäude und das Camp in Schuss gehalten. Jeder hat seine Aufgabe und seinen Verantwortungsbereich.
Die Zimmerbelegungen und die Aufgabenbereiche wechseln alle zwei Monate.
Gemeinsam agieren wir auf Augenhöhe.
Die Natur ist ein zentraler Bestandteil des Zusammenlebens. Eine eigene kleine Landwirtschaft und die Hege und Pflege des Reviers in dem wir Leben, gehören zu den alltäglichen Routinen.

Voneinander Lernen, miteinander Lernen

Die Walden School ist eine besondere Form von Schule. Sie unterrichtet nicht nur mit naturwissenschaftlichen Schwerpunkt mit vielen praktischen Erfahrungs- und Erlebnisräumen, sondern gibt auch den Schülern die Möglichkeit, ihr wissen immer aktiv an jüngere weiter zu geben. Dadurch wird das eigene Wissen vertieft und gefestigt.
Die zehn Schüler der 12. Klasse unterrichten zum Teil die Schüler der 11. Klasse. Die Schüler der 13. Klasse wiederholden Ihren Stoff für das Abitur mit Hilfe der Wissensweitergabe an die Klasse 12.
Gemeinsames und eigenverantwortliches Arbeiten fördert gleichzeitig die Sozial- und Fachkompetenz. Beides sind wichtige Schlüsselqualifikationen für das Leben nach der Schule.

Praktische Erfahrungen sammeln und nachhaltige Prozesse begleiten

Die Schülerinnen und Schüler der Walden School lernen neben dem „normalen Schulwissen“ noch deutlich mehr. Das praktische Lernen mit Kopf, Herz und Hand spielt im Alltag eine zentrale Rolle.
Die jungen Menschen werden eine eigene kleine Landwirtschaft aufbauen, bewirtschaften und davon leben. Diese Produktion von eigenen Lebensmitteln wird in Handarbeit und ohne große Maschinen durchgeführt.
Außerdem ist im 1. Schuljahr ein Langzeitpraktikum in einem Landwirtschaftlichen Betrieb geplant. Im zweiten Jahr machen die Schüler ein Praktikum in der Forstwirtschaft und in der Abschlussklasse werden die Schüler eine Wildnisausbildung durchlaufen.
In allen Bereichen legen wir Wert auf das Verständnis für die Jahreszyklen unserer Natur.

Expeditionen vertiefen die Naturerfahrung

Die Heranwachsenden werden jedes Jahr zwei Expeditionen machen. Bei diesen Unternehmungen wird der Unterricht im Gepäck mitgenommen. Die Schülerinnen und Schüler planen die Forschungsreise gemeinsam und stellen sich ihre eigenen Untersuchungs-Aufaben. Die Touren finden alle innerhalb Europas statt und dauern bis zu zwei Wochen.

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